Offenes Verfahren (3. Kapitel VöB)

Hinweis:

Das offene Verfahren unter dem 3. Kapitel VöB kann nur für Beschaffungen von Dienstleistungen, die nicht im Anhang 1a der VöB aufgeführt sind, sowie für gewisse Güter im militärischen Bereich (vgl. Anhang 1 der VöB) angewendet werden.


Im offenen Verfahren können alle geeigneten Anbieter und Anbieterinnen ein Angebot einreichen.

Das offene Verfahren ist das einzige Verfahren, das zu einem uneingeschränkten Wettbewerb führt. Es eignet sich somit, wenn der Auftraggeber möglichst viele Angebote für einen umfassenden Vergleich einholen will.

Durch Formulierung von anforderungsgerechten Eignungskriterien kann und soll jedoch der potenzielle Bewerberkreis zweckmässigerweise eingeschränkt werden, um so den volkswirtschaftlichen Aufwand für das Verfahren in Grenzen zu halten. Unter keinen Umständen dürfen aber wettbewerbseinschränkende, unsachgemässe Kriterien formuliert werden.

Das offene Verfahren eignet sich dann weniger, wenn sehr komplexe Aufträge vergeben werden. Bei diesen Aufträgen spielt die Eignung der Anbieter regelmässig eine grössere Rolle und damit ist die Eignungsprüfung mit einem höheren Aufwand verbunden. Für solche Fälle ist das selektive Verfahren deshalb besser geeignet.

Für Verfahren unter dem 3. Kapitel der VöB bestehen für die Anbieterinnen grundsätzlich keine Beschwerdemöglichkeiten. Sie könnten jedoch allenfalls eine falsche Verfahrenswahl anfechten.

Weiterführende Informationen

Letzte Änderung 15.03.2016

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